Impressionen Namibia-Retreat 2026
- 14. Juni
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen

Liebe Teilnehmer:innen, liebe Interessierte und Freunde,
ich möchte Euch hier von unseren Erfahrungen aus dem Frühjahr 2026 in meiner Heimat Namibia berichten. Manchmal ist es hilfreich, ganz aus unserem gewohnten Alltag auszusteigen, um die scheinbar unumstößlichen Wahrnehmungen und Annahmen, mit welchen wir unser Leben gestalten, hilfreich zu verändern; und um uns rückzuverbinden mit dem, was uns im Innersten trägt. Damit es in unserem Leben leichter, kreativer und gesünder gehen kann.
Ich stelle Euch hier nicht nur mein Retreat in der roten Dünenlandschaft im südlichen Namibia vor, sondern auch die herzoffenen Menschen, die dort leben. Sie leisten in einer extrem wasserarmen und heißen Region einen wertvollen Beitrag für Naturschutz, eine nachhaltige Ökonomie und Ökologie und sorgen außerdem für eine tragende Gemeinschaft.
Und was die Natur uns dort lehrt, halte ich ebenfalls für so tief beeindruckend und unser System beruhigend und transformierend, dass ich hier ein bisschen davon schwärmen möchte.
Achtsamkeit und Selbstkontakt können dabei (wieder)gefunden werden. Dies kann uns im Umgang mit uns selbst, für unseren Stand im Leben und auch in unseren Beziehungen eine klare Grundlage geben. So können wir authentisch und als einfühlsames Gegenüber in all unseren Kontexten wirken. Erfahrt mehr dazu im nachfolgenden kleinen Bericht.
Viel Spaß beim Lesen,
Eure Christine

Rückblick Retreat in Namibia 2026
Am 6. März 2026 sind wir auf unsere besondere Reise in den Süden Namibias aufgebrochen. Als erste Etappe ging es mit vierstündiger Fahrt über den Spreetshoogte-Gebirgspass (1.800m Höhe) mit atemberaubender Weitsicht von Windhuk zum UNESCO-Welterbe Sossosvlei mit seinen 750m hohen Dünen. Diese haben wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang erklommen. Den Aufstieg zu bewältigen gibt ein Gefühl von Freiheit und großer Kraft.

Nach einem stärkenden Picknick ging es dann mit einstündiger Fahrt weiter, nun waren wir endgültig allein, ohne weitere Touristen. In den roten Sanddünen der ältesten Wüste der Welt, der Namib, tauchte Wolwedans auf, 380 km südlich der Hauptstadt Windhuk. Wolwedans ist Teil des NamibRand Naturreservats, das aus ehemaligen Farmen zu einem 2.000 km² großen Gebiet zusammengelegt wurde.

Zum Beispiel Zebras, Giraffen, einige Wildkatzen- und afrikanische Antilopenarten können hier geschützt leben und in ihrem natürlichen Lebensraum ohne Zäune über große Strecken ziehen.
Nun begann also unser 7tägiger Aufenthalt in Wolwedans. Dieses Retreat mitzumachen bedeutete, in eine Erfahrung einzutauchen, die persönliche Veränderungsprozesse in uns unterstützt und gleichzeitig eine Verbindung zu Menschen und einem visionären Projekt vor Ort ermöglichte. Wir würden die Arbeit und das Leben der Menschen dort erleben und inspirierende Anregungen für Nachhaltigkeit wie auch Community Building für uns zuhause erhalten.
Zum Tagesstart und auch zum Sonnenuntergang praktizierten wir täglich Yoga inmitten des Dünenmeeres. Dies ermöglichte eine tiefe Entspannung des Nervensystems in einer fast surrealen Umgebung. Wir begannen uns mit uns selbst und mit der Natur zu verbinden. Ein Erspüren des weiten Raums und der Stille in uns wurde erfahrbar, automatisierte Muster begannen sich zu lösen, und wir kamen in Kontakt mit unserem Körperwissen.
Ein weiteres Highlight war ein Nature-Walk mit einem Guide aus dem Stamm der San (ehem. Bushman, älteste Bevölkerung der Welt). Er teilte traditionelles Wissen über Flora und Fauna sowie seine mythische Weisheit mit uns. Bild zwei: Feenkreis-Ritual. Wir verbanden uns mit der
Energie und der magischen Kraft dieses Ortes. Die Sanddünen sind hier oftmals mit kreisrunden ‚Fairy Circles‘ übersät. Regelmäßig werden sie von Wissenschaftlern untersucht, doch ihr Ursprung ist bis heute nicht erklärbar. Im Stamm der San gibt es die Erzählung, dass hier nachts die Ahn:innen tanzen.
Wichtig ist mir die Integration unserer Retreat-Gruppe mit den Mitarbeitern von Wolwedans. Bei Yoga-Einheiten ist dies gut möglich, und alle hatten riesigen Spaß zusammen.

Vor- und nachmittags hatten wir jeweils Retreat-Einheiten mit Einzelreflektionen, inneren Reisen, Dyaden (achtsame Zuhörübungen) und empathischen Gesprächen. Grundlage dafür bilden die Ansätze zur Inneren Haltung nach Carl Rogers und die Gewaltfreie Kommunikation sowie meditative Übungen zur Erhöhung unserer Herzintelligenz. In Wolwedans wurde das „Tanzen mit unserem inneren Wolf“ leichter (so bezeichnet Marshall Rosenberg verurteilendes, beschuldigendes und abwertendes Denken). Wahrhaftige Begegnungen und tiefer Austausch entstanden.
Die wunderbaren Mahlzeiten trugen zudem immer wieder zu unserem Wohlbefinden bei. Scheinbar unspektakulär für uns in Europa, ist es doch eine wahrgewordene Vision und ein immenser Kraftakt, eigene frische Produkte im Wolwedans Village anzubauen. So werden die Belegschaft und Gäste fast gänzlich selbst versorgt. Der Garden-Lunch ließ uns dies besonders lebendig miterleben.
Vieles wird im Wolwedans Village selbst gebaut und genäht, auch die großen Planen der Lodge-Zeltwände. Für Besucher ist es außerdem möglich, einen Baum zu spenden und selbst zu pflanzen. Für die Kosten von 250 EUR kann so die Ausbildung mit Unterkunft von einem Jugendlichen im RuralRevive Projekt für 2 Jahre finanziert werden. Gleichzeitig erhält die Belegschaft einen schattigen Ort.
Eins zu sein mit sich selbst und dem großen Ganzen wurde über diese berührenden Tage zu einer transformierenden Erfahrung. Eine Teilnehmerin beschreibt es so:
„Das Eintauchen in diese für mich unbekannte Welt war für mich eine einzigartige und stark nachwirkende Erfahrung. Die Stille, nur durchbrochen durch die Tiergeräusche, das intensive Licht, die warmen Farben und der Geruch haben meinen ganzen Körper und Geist durchdrungen und zu einem Reset geführt. Ich konnte ‚den Stecker ziehen‘, was mir zuhause nicht gelang. Wolwedans ist für mich ein Ort, an dem ich mich auf das Wesentliche konzentrieren konnte. Die Kombination aus Techniken der Persönlichkeitsentwicklung und Yoga haben mich in einer Sackgassen-Situation neue Erkenntnisse für meine Lebensplanung gewinnen lassen. Ich danke Christine Funke, Kathrin Schröder und dem gesamten Wolwedans-Team von ganzem Herzen für diese umsorgende, intensive und ganz besondere Zeit.“ (Mira, 3`2026)
"Die so berührenden und tiefen Erfahrungen der wertvollen Retreatarbeit flossen direkt durch meinen Herzraum, und ein Gefühl von Dankbarkeit breitete sich in mir aus. Namib Rand, danke! Deine Kraft trägt und wärmt.“ (Kathrin, 3 ‘2026)
Mit einem Aufenthalt in Wolwedans wird bei der Buchung automatisch eine Abgabe für den Naturschutz und das sozio-ökologische AridEden/RuralRevive Projekt abgeführt. So unterstützt deine Reise hierher die Arbeit und die Entwicklung der einheimischen Menschen.
Naankuse Reservat mit Wildtierbeobachtungen
Optional konnte bei Ankunft in Namibia ein Aufenthalt in der Naankuse Lodge gebucht werden. Angekommen sind wir dort 4 Tage vor Retreat-Start und haben uns ersteinmal akklimatisiert. Das Reservat liegt gut erreichbar 40km entfernt vom intl. Flughafen Hosea Kutako, www.naankusecollection.com/establishment/naankuse-lodge).
Diese Tage eigneten sich hervorragend dafür, Namibia mit seinen grandiosen Wildtierbeständen kennenzulernen und Umwelt- und Tierschutz in einem Naturreservat mit Busch, Savanne und hügeligem Bergland zu erleben. Auf Tierbeobachtungsfahrten und bei Naturwanderungen mit kundigen Guides erlebten wir Löwen, Leoparden, Geparden, Löffelhunde, Karakale, Zebras, Elefanten, Nashörner und Affen. Direkt an der Lodge ließen sich auch immer wieder Giraffen, verschiedene Antilopen- und Vogelarten beobachten. Den Tag begannen wir auch hier mit Morgenyoga. Diese Zeit ist auch empfehlenswert, um nach der langen Reise zu entspannen. Wir kamen in der faszinierenden Welt Namibias in Ruhe an, ließen unseren Alltag bewusst hinter uns und wurden mit landestypischen, frischen Gerichten verwöhnt.
Retreat-Details hier in der PDF.





















Kommentare